Zusammenarbeit

Anleitung für Microsoft 365: Versandlimits im Ausgangs-Spamfilter setzen

Begrenzen Sie in der Ausgangs-Spamfilterrichtlinie die Versandmenge pro Benutzer, sperren Sie auffällige Konten und benachrichtigen Sie Administratoren.

Darum geht es

Wird ein Mitarbeiterkonto übernommen, nutzen Angreifer es oft, um tausende Spam- oder Phishing-Mails zu versenden. Feste Versandobergrenzen bremsen das und sperren das Konto beim Überschreiten automatisch. Gleichzeitig werden Sie benachrichtigt und können eingreifen.

Was passieren kann

Ohne Grenze kann ein gekapertes Konto massenhaft Betrugsmails an Kunden schicken. Ihre Domain landet auf Sperrlisten, und reguläre Geschäftsmails kommen nicht mehr an.

Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie im Defender-Portal unter Bedrohungsrichtlinien > Antispam die „Antispam-Ausgangsrichtlinie (Standard)“.

  2. Setzen Sie Empfängergrenzen, z. B. extern 500 pro Stunde, intern 1.000 pro Stunde und 1.000 pro Tag. Prüfen Sie vorher, ob Konten wie Newsletter-Versender mehr brauchen.

  3. Wählen Sie bei Überschreitung „Benutzer am Senden von E-Mails hindern“.

  4. Aktivieren Sie die Benachrichtigung bei verdächtigem Versand und hinterlegen Sie ein überwachtes Admin-Postfach.

  5. Legen Sie fest, wer gesperrte Konten prüft und wieder freigibt (Defender-Portal > „Restricted entities“).

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
  2. E-Mail & Zusammenarbeit
  3. Richtlinien & Regeln
  4. Bedrohungsrichtlinien
  5. Antispam
  6. Antispam-Ausgangsrichtlinie (Standard)
  7. Schutzeinstellungen

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Der Ausgangs-Spamfilter begrenzt den Massenversand

So prüft Auditspiegel es

Diese Einstellung prüft Auditspiegel derzeit nicht automatisch. Der Bericht führt sie im Abschnitt „Was wir nicht geprüft haben“ mit diesem Grund auf:

Diese Schutzeinstellung für E-Mails ist nur über Exchange Online PowerShell auslesbar, nicht über die Microsoft-Schnittstelle, die Auditspiegel heute nutzt. Auditspiegel prüft sie in einer späteren Version automatisch. Bis dahin prüfen Sie sie bitte im Microsoft Defender Portal (security.microsoft.com) im Bereich „E-Mail & Zusammenarbeit“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: `Get-HostedOutboundSpamFilterPolicy | fl RecipientLimit*,ActionWhenThresholdReached,NotifyOutboundSpam,NotifyOutboundSpamRecipients`. Sollaktion: BlockUser.

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
APP.5.3.A2: Sicherer Betrieb von E-Mail-Servern
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b