Darum geht es
Ein Konto ist erst dann wirklich durch MFA geschützt, wenn eine starke Methode registriert und in Ihren Richtlinien auch zugelassen ist. Diese Prüfung zeigt, ob wirklich jedes Mitarbeiterkonto diese Voraussetzung erfüllt, damit MFA-Richtlinien niemanden aussperren und niemand durchrutscht.
Was passieren kann
Konten ohne nutzbare starke Methode sind entweder ungeschützt oder werden bei Einführung strengerer Richtlinien ausgesperrt. Beides führt zu Sicherheitslücken oder Betriebsstörungen.
Schritt für Schritt
Öffnen Sie Entra ID > Authentifizierungsmethoden > Benutzerregistrierungsdetails und filtern Sie auf Benutzertyp „Mitglied“ und „Nicht MFA-fähig“.
Prüfen Sie, ob die registrierte Methode in den Authentifizierungsmethoden-Richtlinien für diese Person überhaupt aktiviert ist.
Deaktivieren Sie verwaiste oder ungenutzte Konten; blockieren Sie die Anmeldung von Funktionspostfächern.
Unterstützen Sie die übrigen Personen bei der Einrichtung der Authenticator App oder eines Passkeys, ggf. mit befristetem Zugriffspass.
Aktivieren Sie die Registrierungskampagne und prüfen Sie den Bericht nach zwei Wochen erneut.
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
- Entra ID
- Authentifizierungsmethoden
- Benutzerregistrierungsdetails
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Alle Mitarbeiterkonten sind MFA-fähig (starke Methode registriert und zugelassen)
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Microsoft Graph PowerShell: `Get-MgReportAuthenticationMethodUserRegistrationDetail -All -Filter "isMfaCapable eq false and userType eq 'member'" | ft UserPrincipalName,MethodsRegistered`
Bezüge
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- ORP.4.A21: Mehr-Faktor-Authentisierung
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
- Microsoft Secure Score
- Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.