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Anleitung für Microsoft 365: Kennwortschutz für das lokale AD im Modus „Erzwungen“ aktivieren

Aktivieren Sie den Microsoft-Entra-Kennwortschutz für das lokale Active Directory im Modus „Erzwungen“ (erfordert Entra ID P1).

Darum geht es

Der Microsoft-Kennwortschutz verhindert, dass Mitarbeitende leicht zu erratende Passwörter wie „Sommer2025!“ oder den Firmennamen verwenden. In der Cloud greift er automatisch. Damit er auch bei Passwortänderungen im lokalen Active Directory greift, müssen Agenten installiert und der Modus auf „Erzwungen“ gestellt sein.

Was passieren kann

Schwache Passwörter im lokalen AD werden in die Cloud synchronisiert und durch einfaches Durchprobieren gängiger Passwörter geknackt.

Schritt für Schritt

  1. Installieren Sie den Kennwortschutz-Proxy auf einem Mitgliedsserver und den DC-Agenten auf allen Domänencontrollern (Download im Microsoft Download Center).

  2. Öffnen Sie Entra ID > Authentifizierungsmethoden > Kennwortschutz.

  3. Setzen Sie „Kennwortschutz für Windows Server Active Directory aktivieren“ auf „Ja“ und starten Sie im Modus „Überwachen“.

  4. Werten Sie einige Wochen die Ereignisprotokolle der DC-Agenten aus und informieren Sie die Belegschaft über die strengeren Regeln.

  5. Stellen Sie den Modus dann auf „Erzwungen“ und ergänzen Sie optional eine eigene Liste gesperrter Begriffe (Firmenname, Ort, Produkte).

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. Entra ID
  3. Authentifizierungsmethoden
  4. Kennwortschutz

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Der Kennwortschutz gilt auch für das lokale Active Directory (Modus „Erzwungen")

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Auf einem Domänencontroller: `Get-AzureADPasswordProtectionDCAgent` bzw. `Get-AzureADPasswordProtectionSummaryReport` zeigt Agentenstatus und abgelehnte Kennwörter.

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
ORP.4.A8: Regelung des PasswortgebrauchsORP.4.A22: Regelung zur Passwortqualität
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Microsoft Secure Score
Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b