Identität

Anleitung für Microsoft 365: Gefährdete Konten untersuchen und absichern

Untersuchen Sie jedes genannte Konto, setzen Sie das Kennwort zurück, beenden Sie alle Sitzungen und bestätigen oder verwerfen Sie das Risiko.

Darum geht es

Microsoft erkennt Hinweise auf übernommene Konten, etwa Kennwörter in Datenlecks, Anmeldungen von ungewöhnlichen Orten oder bekannte Angreifer-Infrastruktur. Ein als gefährdet eingestuftes Konto braucht sofortige Aufmerksamkeit.

Was passieren kann

Ein Angreifer nutzt das Konto möglicherweise bereits, um E-Mails mitzulesen oder Rechnungen umzuleiten.

Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie im Entra Admin Center ID Protection > Riskante Benutzer und prüfen Sie für jedes Konto die Risikoerkennungen.

  2. Setzen Sie bei echtem Verdacht das Kennwort zurück und widerrufen Sie alle Sitzungen („Sitzungen widerrufen“).

  3. Prüfen Sie Posteingangsregeln und Weiterleitungen des Kontos auf Manipulationen.

  4. Bestätigen Sie anschließend die Kompromittierung des Benutzers oder verwerfen Sie das Benutzerrisiko, wenn sich der Verdacht nicht bestätigt.

  5. Lassen Sie hohe Benutzerrisiken künftig per Richtlinie automatisch behandeln (Prüfpunkt AS-AN-019).

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. ID Protection
  3. Riskante Benutzer

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Kein Konto ist von Microsoft als mittel oder hoch gefährdet eingestuft

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Graph: GET /v1.0/identityProtection/riskyUsers?$filter=riskState eq atRisk (Entra ID P2, IdentityRiskyUser.Read.All).

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
DER.1.A5: Einsatz von mitgelieferten Systemfunktionen zur DetektionORP.4.A9: Identifikation und Authentisierung
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b