Identität

Anleitung für Microsoft 365: Aktivierungen des Globalen Administrators melden lassen

Tragen Sie in Privileged Identity Management für die Rolle „Globaler Administrator“ bei der Warnung zur Rollenaktivierung eine zusätzliche Empfängeradresse ein (erfordert Microsoft Entra ID P2).

Darum geht es

Mit Privileged Identity Management ist die Rolle „Globaler Administrator“ im Alltag nicht aktiv, sondern wird nur bei Bedarf für kurze Zeit eingeschaltet. Jede dieser Aktivierungen ist ein seltenes, wichtiges Ereignis. Geht dazu eine Meldung an eine überwachte Adresse, fällt eine Aktivierung durch ein übernommenes Konto oder zu ungewöhnlicher Zeit sofort auf.

Was passieren kann

Ein Angreifer mit einem übernommenen, berechtigten Konto aktiviert die höchste Rolle, ohne dass es außerhalb der Administratoren jemand bemerkt.

Schritt für Schritt

  1. Legen Sie eine überwachte Empfängeradresse fest, z. B. ein Postfach der IT-Sicherheit, der Geschäftsführung oder Ihres IT-Dienstleisters.

  2. Öffnen Sie ID Governance > Privileged Identity Management > Microsoft Entra-Rollen > Einstellungen, wählen Sie „Globaler Administrator“ > Bearbeiten und wechseln Sie auf die Registerkarte „Benachrichtigung“.

  3. Tragen Sie im Abschnitt für die Aktivierung durch berechtigte Mitglieder in der Zeile „Rollenaktivierungswarnung“ die Adresse unter „Zusätzliche Empfänger“ ein und speichern Sie mit „Aktualisieren“.

  4. Aktivieren Sie die Rolle einmal testweise mit einem berechtigten Konto und prüfen Sie, ob die Meldung ankommt.

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. ID Governance
  3. Privileged Identity Management
  4. Microsoft Entra-Rollen
  5. Einstellungen
  6. Globaler Administrator
  7. Benachrichtigung

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Jede Aktivierung der Rolle „Globaler Administrator“ wird per E-Mail an eine festgelegte Adresse gemeldet

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Graph: GET /v1.0/policies/roleManagementPolicyAssignments?$filter=scopeId eq '/' and scopeType eq 'DirectoryRole' and roleDefinitionId eq '62e90394-69f5-4237-9190-012177145e10'&$expand=policy($expand=rules). Regel Notification_Admin_EndUser_Assignment: notificationRecipients nicht leer.

Bezüge

SCuBA-Baselines der CISA
MS.AAD.7.8v1: Warnung bei Aktivierung des Globalen Administrators
BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
DER.1.A5: Einsatz von mitgelieferten Systemfunktionen zur DetektionORP.4.A10: Schutz von Benutzendenkennungen mit weitreichenden Berechtigungen
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b