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Anleitung für Microsoft 365: Veraltete Authentifizierung per bedingtem Zugriff blockieren

Blockieren Sie per bedingtem Zugriff veraltete Authentifizierung (Exchange ActiveSync und andere Clients) für alle Benutzer (erfordert Entra ID P1).

Darum geht es

Ältere Anmeldeverfahren (z. B. POP, IMAP, SMTP-Authentifizierung, alte Office-Versionen) kennen keine Multifaktor-Anmeldung. Angreifer nutzen sie gezielt, um MFA zu umgehen und massenhaft Passwörter auszuprobieren. Eine Sperre schließt diese Hintertür.

Was passieren kann

Solange veraltete Protokolle erlaubt sind, nützt MFA wenig: Ein Angreifer mit Passwort meldet sich einfach über ein altes Protokoll an.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen Sie im Anmeldeprotokoll (Filter „Client-App“, ältere Authentifizierungsclients), wer noch alte Verfahren nutzt, z. B. Scanner mit SMTP-Versand.

  2. Stellen Sie betroffene Geräte und Programme auf moderne Anmeldung oder einen SMTP-Relay-Connector um.

  3. Legen Sie unter Bedingter Zugriff > Richtlinien eine neue Richtlinie an; Benutzer: „Alle Benutzer“, Notfallkonten und Entra-Connect-Konto ausgeschlossen.

  4. Zielressourcen: „Alle Ressourcen“. Bedingungen > Client-Apps: nur „Exchange ActiveSync-Clients“ und „Andere Clients“. Gewähren: „Zugriff blockieren“.

  5. Aktivieren Sie die Richtlinie zunächst im Modus „Nur Bericht“ und werten Sie das Anmeldeprotokoll einige Tage aus.

  6. Schalten Sie die Richtlinie auf „Ein“ und prüfen Sie im Anmeldeprotokoll, dass Anmeldungen über ältere Clients mit Fehler 53003 abgewiesen werden.

  7. Ohne Microsoft Entra ID P1 (oder ohne eigene Richtlinien) erreichen Sie diesen Schutz auch mit den Sicherheitsstandards (Security Defaults): Sie blockieren alle Anmeldungen über veraltete Protokolle. Einschalten unter Entra ID > Übersicht > Eigenschaften > „Sicherheitsstandards verwalten“; das geht nur, solange keine Richtlinie für bedingten Zugriff aktiv ist.

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. Entra ID
  3. Bedingter Zugriff
  4. Richtlinien

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Veraltete Authentifizierung ist für alle Benutzer blockiert (Sicherheitsstandards oder bedingter Zugriff)

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Microsoft Graph PowerShell: `Get-MgIdentityConditionalAccessPolicy | ? { $_.Conditions.ClientAppTypes -contains 'other' -and $_.GrantControls.BuiltInControls -contains 'block' } | ft DisplayName,State`

Bezüge

SCuBA-Baselines der CISA
MS.AAD.1.1v1: Veraltete Authentifizierung blockieren
BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
ORP.4.A13: Geeignete Auswahl von Authentisierungsmechanismen
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Microsoft Secure Score
Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b