Darum geht es
Der OneDrive-Client synchronisiert Firmendateien auf die lokale Festplatte. Ist das auf jedem beliebigen Rechner möglich, landen vollständige Kopien von Firmendaten auf privaten Laptops. Beschränken Sie die Synchronisierung auf Firmengeräte, die zu Ihrer Domäne gehören.
Was passieren kann
Komplette Datenbestände liegen auf privaten, nicht verwalteten Rechnern. Bei Diebstahl, Verkauf oder Ausscheiden eines Mitarbeitenden sind sie außer Kontrolle.
Schritt für Schritt
Prüfen Sie, ob Sie ein lokales Active Directory haben. Ermitteln Sie die Domänen-GUID mit Get-ADDomain | select ObjectGUID.
Reine Cloud-Umgebung ohne lokale Domäne? Steuern Sie das Ziel dann besser über Conditional Access mit „konformes Gerät“ und notieren Sie die Abweichung.
Öffnen Sie im SharePoint Admin Center Einstellungen > OneDrive „Synchronisierung“ und aktivieren Sie „Synchronisierung nur auf PCs zulassen, die bestimmten Domänen angehören“.
Tragen Sie die Domänen-GUID(s) ein, ggf. auch „Synchronisierung auf Mac blockieren“, und speichern Sie.
Testen Sie auf einem privaten PC, dass der OneDrive-Client keine Firmenbibliotheken mehr synchronisiert.
Hier finden Sie die Einstellung
- SharePoint Admin Center (<tenant>-admin.sharepoint.com)
- Einstellungen
- OneDrive: „Synchronisierung“
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
OneDrive synchronisiert nur auf firmeneigene (domänenverbundene) Geräte
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
SharePoint Online PowerShell: Get-SPOTenantSyncClientRestriction | fl TenantRestrictionEnabled,AllowedDomainList. Erwartet: True. Setzen: Set-SPOTenantSyncClientRestriction -Enable -DomainGuids "<GUID>"
Bezüge
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- ORP.4.A16: Richtlinien für die Zugriffs- und Zugangskontrolle
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
- Microsoft Secure Score
- Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.