Geräte

Anleitung für Microsoft 365: Downloads auf nicht verwaltete Geräte sperren

Beschränken Sie den Zugriff nicht verwalteter Geräte auf SharePoint und OneDrive auf eingeschränkten reinen Webzugriff ohne Download.

Darum geht es

Mitarbeitende greifen oft auch von privaten PCs oder fremden Geräten auf SharePoint zu. Werden dort Dateien heruntergeladen, liegen Firmendaten auf Geräten ohne Virenschutz-Kontrolle und Verschlüsselung. Mit dieser Einstellung können solche Geräte Dateien nur im Browser ansehen, aber nicht herunterladen.

Was passieren kann

Firmendaten landen dauerhaft auf privaten oder ungeschützten Geräten und gehen bei Verlust, Verkauf oder Schadsoftware-Befall verloren oder werden abgegriffen.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen Sie die Voraussetzungen: Microsoft Entra ID P1 sowie verwaltete Firmengeräte (Entra-Hybrid-Join oder in Intune als konform markiert).

  2. Klären Sie, wer heute von privaten Geräten arbeitet, und informieren Sie diese Personen vorab über die Einschränkung.

  3. Öffnen Sie im SharePoint Admin Center Richtlinien > Zugriffssteuerung > Nicht verwaltete Geräte.

  4. Wählen Sie „Eingeschränkten, reinen Webzugriff zulassen“ (oder „Zugriff blockieren“) und speichern Sie. Dabei werden Conditional-Access-Richtlinien angelegt.

  5. Prüfen Sie die erzeugten Richtlinien in Entra unter Bedingter Zugriff und nehmen Sie Notfallkonten aus.

  6. Testen Sie von einem privaten Gerät: Dateien lassen sich im Browser öffnen, aber nicht herunterladen, drucken oder synchronisieren.

Hier finden Sie die Einstellung

  1. SharePoint Admin Center (<tenant>-admin.sharepoint.com)
  2. Richtlinien
  3. Zugriffssteuerung
  4. Nicht verwaltete Geräte

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Downloads aus SharePoint auf nicht verwaltete Geräte sind gesperrt

So prüft Auditspiegel es

Diese Einstellung prüft Auditspiegel derzeit nicht automatisch. Der Bericht führt sie im Abschnitt „Was wir nicht geprüft haben“ mit diesem Grund auf:

Diese SharePoint-Einstellung ist nur über SharePoint Online PowerShell auslesbar, nicht über die Microsoft-Schnittstelle, die Auditspiegel heute nutzt. Auditspiegel prüft sie in einer späteren Version automatisch. Bis dahin prüfen Sie sie bitte im SharePoint Admin Center (Adresse: <Ihr Mandantenname>-admin.sharepoint.com).

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
SharePoint Online PowerShell: Get-SPOTenant | fl ConditionalAccessPolicy. Erwartet: AllowLimitedAccess oder BlockAccess. Setzen: Set-SPOTenant -ConditionalAccessPolicy AllowLimitedAccess

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
ORP.4.A16: Richtlinien für die Zugriffs- und Zugangskontrolle
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b