Darum geht es
Im Teams-Store gibt es tausende Apps von Drittanbietern. Viele davon erhalten Zugriff auf Chats, Dateien oder Kalender. Wenn Mitarbeitende Apps nur nach Freigabe nutzen dürfen, prüft die IT vorher, wer der Anbieter ist und welche Daten die App sieht.
Was passieren kann
Eine ungeprüfte App kann Chatinhalte, Dateien oder Kontakte an einen unbekannten Anbieter übertragen. Das ist ein möglicher Datenabfluss ohne Vertrag.
Schritt für Schritt
Erfassen Sie im Teams Admin Center unter Teams-Apps > Apps verwalten, welche Drittanbieter-Apps heute genutzt werden (Filter nach Herausgeber).
Öffnen Sie Apps verwalten > Aktionen > „Organisationsweite App-Einstellungen“.
Deaktivieren Sie für Drittanbieter-Apps „Benutzern erlauben, verfügbare Apps standardmäßig zu installieren und zu verwenden“. Speichern Sie.
Geben Sie benötigte Apps einzeln frei: App öffnen > Benutzer und Gruppen > Verfügbarkeit bearbeiten > „Jeder“ oder bestimmte Gruppen.
Richten Sie den Ablauf für App-Anfragen von Benutzern ein, damit Wünsche geprüft statt umgangen werden. Änderungen wirken nach bis zu 24 Stunden.
Hier finden Sie die Einstellung
- Teams Admin Center (admin.teams.microsoft.com)
- Teams-Apps
- Apps verwalten
- Aktionen
- Organisationsweite App-Einstellungen
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Apps aus dem Teams-Store sind nur nach Freigabe nutzbar
So prüft Auditspiegel es
Diese Einstellung prüft Auditspiegel derzeit nicht automatisch. Der Bericht führt sie im Abschnitt „Was wir nicht geprüft haben“ mit diesem Grund auf:
Diese Teams-Einstellung ist nur über Teams PowerShell auslesbar, nicht über die Microsoft-Schnittstelle, die Auditspiegel heute nutzt. Auditspiegel prüft sie in einer späteren Version automatisch. Bis dahin prüfen Sie sie bitte im Teams Admin Center (admin.teams.microsoft.com).
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Teams PowerShell (App-zentrierte Verwaltung): Get-M365TeamsApp -Id <AppId> | fl AvailableTo zeigt die Verfügbarkeit einer App. Ändern per Update-M365TeamsApp.
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.TEAMS.5.2v2: Nur freigegebene Drittanbieter-Apps installierbar
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.6.A11: Verwendung von Plug-ins und Erweiterungen
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.