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Microsoft 365: Veraltete Anmeldeprotokolle tenantweit blockieren – Anleitung

Veraltete Anmeldeprotokolle werden tenantweit über die Sicherheitsstandards oder eine Richtlinie für bedingten Zugriff blockiert.

Darum geht es

Ältere Anmeldeverfahren wie POP, IMAP oder SMTP-Auth übertragen nur Benutzername und Kennwort und können keine zweite Anmeldemethode abfragen. Angreifer nutzen genau diese Hintertür, um MFA zu umgehen. Laut Microsoft laufen über 99 % der Password-Spray-Angriffe über solche Protokolle.

Was passieren kann

Trotz eingerichteter MFA können Angreifer mit einem erratenen Kennwort Postfächer auslesen und Betrugs-Mails im Namen der Firma versenden.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen Sie in Entra ID > Überwachung und Integrität > Anmeldeprotokolle (Filter „Client-App“ auf ältere Protokolle), wer noch Altprotokolle nutzt, z. B. Scanner oder alte Mailprogramme.

  2. Stellen Sie diese Geräte und Programme auf moderne Authentifizierung um oder auf einen SMTP-Relay-Connector.

  3. Ohne Entra ID P1: Aktivieren Sie unter Entra ID > Übersicht > Eigenschaften > „Sicherheitsstandards verwalten“ die Sicherheitsstandards.

  4. Mit Entra ID P1: Erstellen Sie unter Bedingter Zugriff eine Richtlinie: Alle Benutzer (Notfallkonto ausnehmen), Alle Ressourcen, Client-Apps „Exchange ActiveSync-Clients“ und „Andere Clients“, Zugriff blockieren.

  5. Starten Sie die Richtlinie im Modus „Nur Bericht“, werten Sie die Auswirkungen aus und schalten Sie sie dann auf „Ein“ – erst dann gilt die Prüfung als bestanden.

  6. Deaktivieren Sie zusätzlich SMTP-Auth organisationsweit in Exchange Online.

Hier finden Sie die Einstellung

Mit P1

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. Entra ID
  3. Bedingter Zugriff
  4. Richtlinien

oder ohne P1

  1. Entra ID
  2. Übersicht
  3. Eigenschaften
  4. Sicherheitsstandards verwalten

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Veraltete Anmeldeprotokolle (POP, IMAP, SMTP-Auth) sind tenantweit gesperrt

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Graph PowerShell: (Get-MgPolicyIdentitySecurityDefaultEnforcementPolicy).IsEnabled; Exchange Online PowerShell: Set-TransportConfig -SmtpClientAuthenticationDisabled $true

Bezüge

SCuBA-Baselines der CISA
MS.AAD.1.1v1 – Veraltete Authentifizierung blockieren
BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
ORP.4.A13 – Geeignete Auswahl von AuthentisierungsmechanismenAPP.5.3.A2 – Sicherer Betrieb von E-Mail-Servern
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b – Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Microsoft Secure Score
Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus und zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, mit dieser Anleitung zu jedem Befund.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b